The Legend of Zelda - Ocarina of Time 3D Review

June 23rd, 2011

The Legend of Zelda - Ocarina of Time, der einstige Meilenstein, das Spiel, welches im Jahre 1998 in vielerlei Hinsicht neue Maßstäbe gesetzt und dutzende Auszeichnungen abgeräumt hat, ist zurück und soll ab jetzt auch 3DS-Besitzer in seinen Bann ziehen. Ob das gelingt? Mein Review versucht genau das zu klären.

Ein seltsam gekleideter Junge schlummert vor sich hin, bis er plötzlich von einer unruhig erscheinenen Fee geweckt und von jetzt auf gleich zur einzigen Hoffnung Hyrules ernannt wird. Es folgen die ersten Schritte durch ein verwunschen wirkendes Dorf und plötzlich steht man auch schon mit Schwert und Schild ausgerüstet inmitten eines beeindruckenden Dungeons, wo riesige Spinnen darauf warten, einem den Gar auszumachen. Die ersten Stunden von Ocarina of Time wird wohl bis heute kaum ein Gamer, der das Action Adventure damals zu Weihnachten ‘98 in sein Nintendo 64 gelegt hat, vergessen haben. Sofort wurde man gefesselt und in die Welt von Hyrule hinein gesogen. Dass diese sich nach dem anfänglichen Abenteuer im Deku-Baum erst noch in ihrem vollen Zügen präsentieren sollte, daran wollte man zunächst gar nicht denken, so fasziniert war man noch von den ersten Blicken und Begegnungen, von der Größe, die das Spiel einem schon nach kurzer Zeit offenbart hatte. Doch dann wurde Abschied genommen und plötzlich türmte sich eine nicht enden wollende Steppe vor einem auf. Jetzt erst begann das eigentliche Abenteuer, das Aufeinandertreffen mit Prinzessin Zelda, eine Reise durch die Zeit, mit deren Hilfe das Unheil in Form von Gerudo-König Ganondorf bezwungen und das Heilige Land gerettet werden sollte.

Exakt das darf man nun auch auf dem Nintendo 3DS erleben und zwar in einer Form, die dem Original in nahezu jeder Hinsicht gerecht wird. Nintendo hat nämlich in keinster Weise versucht, ein völlig neuartig wirkendes Spiel aus Ocarina of Time zu machen, sondern beim Remake des Klassikers eine originalgetreue Umsetzung groß geschrieben. Wer also die N64-Version oder die Gamecube-Portierung kennt, der wird sich sofort zurechtfinden und an keiner Stelle wirklich überrascht werden. Es gibt weder neue Lokations noch neue Charaktere oder Items. Die einzigen Erweiterungen finden sich im durch einmaliges Durchspielen freischaltbaren Master Quest-Modus, der dank stärkerer Gegner und gespiegelten Schauplätzen für neue Herausforderungen sorgt sowie im Boss Challenge-Modus, in dem man gegen jeden bereits bezwungenen Dungeon-Boss jederzeit noch einmal antreten kann. Dabei werden die Anzahl der bisherigen Siege sowie die Bestzeit für das Bezwingen des Bosses festgehalten. Eine nette Erweiterung, da es im Original leider überhaupt nicht möglich war, noch einmal gegen besiegte Endgegner anzutreten. Für Spielanfänger hat Nintendo außerdem so genannte Shiekah-Steine, mit deren Hilfe man sich anzeigen lassen kann, was als nächstes zu tun ist, in das Spiel eingebaut.

Während sich inhaltlich also wenig verändert hat, wurde Ocarina of Time eine rundum Schönheitskur spendiert, wodurch die Grafik im Remake nun deutlich schicker aussieht als zuvor und zudem durch den gelungenen 3D-Effekt mehr Tiefe erhält. Gefallen tun vor allem die merklich schärferen Texturen, die komplett überarbeiteten Charaktermodelle und der Wegfall der vorgerenderten Hintergründe, welche es im N64-Original in diversen Häusern und im Marktplatz-Bereich zu sehen gab. Somit wirkt die Grafik an diesen Stellen nun passender und das Spielgeschehen ein ganzes Stück lebendiger. Schade nur, dass man die vorgegebenen Kameraperspektiven in den meisten dieser rundum erneuerten Lokations beibehalten hat. Daher ist es zum Beispiel nicht möglich, sich vor die Zitadelle der Zeit zu stellen und das Gebäude von außen aus verschiedenen Winkeln zu betrachten, und auch der Marktplatz lässt sich weiterhin nur aus einer starren Kameraperspektive heraus erkunden.

Trotz der neuen Grafikfinessen, die Hyrule in einer nie dagewesenen Grafikpracht erstrahlen lassen, sieht man dem Spiel seine N64-Wurzeln an vielen Stellen noch an. Die Texturübergänge wirken teils ziemlich kantig, da die Levelarchitektur des Originales 1:1 übernommen wurde und die Oberwelt kommt mangels neuer Details etwas karg herüber. Auch in Hinblick auf die überarbeiteten Charaktermodelle, die trotz neuer Texturen noch etwas klobig erscheinen, wäre auf dem 3DS sicherlich mehr möglich gewesen. Allerdings stechen diese Aspekte auf dem kleinen 3DS-Screen nur bedingt negativ hervor und darüber hinaus wurde dadurch unter anderem sichergestellt, dass das Flair des Originales erhalten bleibt und keine durch zu große Änderungen hervorgerufene Verfremdung der ursprünglichen Version stattfindet. Somit entspricht auch der Artstyle noch dem der N64-Fassung, was sehr erfreulich ist, denn die farbenfrohe Grafik sowie das Design der Charaktere und der Schauplätze haben damals eine Menge Charme versprüht und stechen auch heute noch positiv aus der Masse hervor.

Da der 3D Effekt bei dem Spiel als eines der Kernelemente angepriesen wird – schließlich steckt nicht umsonst das „3D“ im Titel, stellt sich natürlich die Frage, wie sich dieser während des Spielens äußert und ob er dem Spiel überhaupt einen Mehrwert verleiht. In die Welt von Hyrule fügt er sich definitiv sehr gut ein, denn diese kommt durch den 3D-Effekt lebendiger herüber und man hat stellenweise wirklich das Gefühl, einfach tiefer im Geschehen drin zu stecken. Die Amulette kommen prächtig aus dem Bildschirm heraus, Navis Feenstaub erstrahlt in neuem Glanz und die Steppe wirkt gewaltiger als je zuvor. Diese Wirkung des 3D-Effekts hat allerdings seinen Preis, so werden nach spätestens einer Stunde viele Spieler merken, dass ihre Blicke auf den Bildschirm deutlich schwerfälliger werden und sich die Augen nach einer Pause sehnen. Daher empfiehlt es sich, mit herunter gedrehtem 3D-Regler zu spielen oder den Effekt zwischendurch immer einmal ganz auszuschalten. Darüber hinaus fällt vor allem bei Ocarina of Time 3D wieder die starke Blickwinkelabhängigkeit des 3D Displays auf. Hält man den Screen bei eingeschaltetem 3D nicht gerade vor die Augen, so verzieht der 3D-Effekt und es entstehen unschöne Doppelbilder. Wer da beispielsweise von dem neuen Feature, das es einem erlaubt, sich durch Schwenken des 3DS umzusehen und zu zielen, Gebrauch machen möchte, der sollte den 3D-Effekt vorher ausschalten.

Damit wären wir auch schon beim nächsten wichtigen Aspekt, nämlich der Steuerung, angelangt. Neben dem bereits genannten in die Quere kommen von 3D-Effekt und Bewegungssensor, stört vor allem noch, dass man permanent auf den Touchscreen angewiesen ist, da sich nicht anders auf das Menü, welches auf dem unteren Bildschirm angezeigt wird, zugreifen lässt. Völlig unverständlich, wo das Steuerkreuz überhaupt nicht belegt wurde - hier hätte man problemlos eine optionale Steuerung für das Navigieren durch das Menü einbauen können. In einigen Dungeons und vor allem bei den Bosskämpfen bereitet zudem wie schon in der N64-Fassung die Kameraführung manchmal Probleme, so dass man einige Zeit braucht, um diese zu justieren und wieder einen Überblick über das Spielgeschehen zu erlangen. Da kann schon mal der eine oder andere Herzpunkt ungewollt flöten gehen. Abseits dessen steuert sich Ocarina of Time aber auch auf dem Nintendo 3DS hervorragend. Es sind sogar ein paar durchdachte Verbesserungen hinzugekommen. So lassen sich von jetzt an Eisen- und Gleitstiefel auf die Schnellauswahl-Buttons legen, wodurch vor allem im Wassertempel viel Zeit und Nerven gespart werden können.

Soundtechnisch hat sich wenig verändert. Der grandiose Soundtrack des Originales wurde 1:1 übernommen und kommt auch mit Hilfe der 3DS-Lautsprecher gut zur Geltung. Fans dürfen sich darüber hinaus auf einen neu aufgenommenen orchestralen Song freuen, der wirklich umwerfend klingt.

Zusammenfassend bleibt da nur noch zu sagen, dass Nintendo mit The Legend of Zelda - Ocarina of Time 3D ein rundum gelungenes und allen voran sehr originalgetreues Remake des Meisterwerks von 1998 abgeliefert hat. Das Spiel verschenkt zwar an einigen Stellen Potenzial und lässt zudem immer wieder seine N64-Züge durchschimmern, spielt sich aber nach wie vor hervorragend und ist dank der verbesserten Grafik auch heute noch dazu in der Lage, die Spieler mit seinem prächtigen Artstyle, der unheimlich gut gealterten Spielmechanik und den vielfältigen Szenarien zu verzaubern.

Pflichtkauf für alle, die Ocarina of Time bis jetzt noch nicht gespielt haben, Kenner des Originales hingegen entscheiden, ob ihnen die überarbeitete Grafik und der 3D-Effekt als Gründe für ein erneutes Eintauchen in die Welt von Hyrule genügen.

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Nintendo 3DS: EU, US oder JP?

February 3rd, 2011

Eine Frage, die sich wohl vielen Leuten, welche in den kommenden Monaten einen Nintendo 3DS kaufen möchten, stellt, ist sicherlich die Frage nach der Version: EU, US oder JP?

Irgendwo ist es traurig, dass man sich diese Frage heutzutage überhaupt noch stellen muss, wo doch schon Gameboy, DS, PSP und co. ohne Regionlock ausgekommen sind und das Ganze höchstes viele dazu anspornt, das Gerät durch irgendwelche ominösen Module zu modifizieren, um diesen Regionlock zu umgehen. Es gibt sicherlich nachvollziehbare wirtschaftliche Aspekte, die Nintendo zu dieser Entscheidung bewegt haben, doch darauf möchte ich nun gar nicht eingehen, denn letztlich muss man sich als Gamer, ob man will oder nicht, nun damit arrangieren und sich eben genau überlegen, zu welcher 3DS-Version man denn greift.

Kauft man sein Gerät in Europa, kann man sich bei den hiesigen Händlern mit Games eindecken und natürlich auch von günstigen UK-Angeboten, die es sicherlich geben wird, profitieren. Davon ab dürfte man am schnellsten und günstigsten an seinen neuen Handhelden kommen und kann im Fall der Fälle dann auch die Gerätegarantie sowie den Service von Nintendo of Europe in Anspruch nehmen.

Diese Vorteile mögen einem Großteil der Gamer ausreichen, doch die Nachteile, die sich beim EU-Kauf auftun, dürften vor allem für Fans von japanischen RPGs und allerhand freakig-japanischen Spielkonzepten etwas niederschmetternd erscheinen:

Zum einen werden viele RPGs niemals in Europa veröffentlicht, sondern erhalten maximal ein US-Release. Das bedeutet im Klartext: Wer einen EU-3DS besitzt, kommt nicht in den Genuss dieser Spiele, denn dank dem Regionlock laufen bekanntlich keine Importe auf europäischen Systemen. Darüber hinaus erscheinen viele Spiele – und allen voran die bereits erwähnten RPGs – erst Monate, nachdem sie in Japan und den USA veröffentlicht wurden, auch hierzulande. Daher ist oft Warten angesagt und wenn man dann das Spiel endlich erhält, ist es über den Importweg sicher schon für die Hälfte zu haben. Ein oftmals doch recht ärgerlicher Aspekt.

Was die Spielebibliothek angeht, ist man mit einem europäischen 3DS also hinsichtlich japanischer Spieleentwicklungen im Nachteil, weshalb gerade RPG-Gamer, die ihr Lieblingsgenre auch unterwegs nicht vernachlässigen möchten, wohl besser zu einem US-Gerät greifen sollten.

Welche Nachteile bringt solch ein Import aber im Gegenzug mit sich?

Man kann natürlich, wenn man einen US-3DS kauft, auch nur US-Versionen darauf zocken. Wenn man also durch den hiesigen Media Markt schlendert und dort ein saubilliges Spiel im Regal liegen sieht oder bei Amazon Deutschland interessante Spiele-Angebote entdeckt, muss man wohl oder übel darauf verzichten und sich sattdessen mit den Angeboten amerikanischer Onlineshops begnügen. Das muss nichts Schlechts bedeuten, denn die Spiele sind in den USA generell etwas günstiger und so wird man insgesamt, nachdem man noch die Versandkosten und Einfuhrsteuern hinzugerechnet hat, für die Importe auch nicht mehr zahlen als für die EU-Versionen. Das doofe an der Sache ist allerdings die oftmals lange Versandzeit und das Zollamt, welches die Spiele gerne mal zurückhält, bis man sich persönlich darum kümmert. Dies lässt das Einkaufen der Games zu einer oft etwas mühseligen Angelegenheit werden, wobei es denke ich nicht allzu tragisch ist, wenn man nur alle paar Monate mal ein Spiel importiert bzw. dann gleich mehrere Spiele auf einmal kauft.

Ein größerer Nachteil sticht allerdings bei einem Blick auf den Garantieanspruch hervor: Wenn man seinen DS in den USA kauft, muss man sich im Falle von Problemen mit dem Handhelden nämlich an Nintendo of America wenden und das System mitunter für viel Geld in die USA schicken und hoffen, dass es dort repariert wird.

Der 3DS-selber kostet in den USA zurzeit 250$, weshalb man zusammen mit den Versandkosten und den Importgebühren letztlich auf ca. 250-270€ kommen dürfte und daher durch den US-Import auch nicht günstiger an den neuen handheld kommt. Der japanische 3DS kostet umgerechnet ca. 220€, was ihn insgesamt zur teuersten Variante für die europäischen Gamer, die bei einem Import damit wohl locker auf 300€ kommen dürften, macht. Allzu große Vorteile bietet die japanische Version für westliche Spieler ohnehin nicht, denn was nützt einem beispielsweise das neuste RPG, wenn man die Story aufgrund der Sprachbarriere nicht nachvollziehen kann? Darüber hinaus erscheinen viele westliche Titel erst gar nicht in Japan, weswegen man letztlich womöglich noch mehr Kompromisse eingehen muss als bei einem PAL-Gerät.

Was nun? US oder doch lieber EU? Wie eingangs erwähnt kommt es in erster Linie darauf an, was für Spiele man bevorzugt und wie viel man überhaupt zockt. Es werden sicherlich einige schöne RPGs nach Europa kommen; wer allerdings Spiele wie Tales of Vesperia zocken will oder sehr viel spielt und daher nicht allzu lange um ein westliches Release von diversen anderen Games aus Japan bangen möchte, der dürfte mit einem US-Gerät besser bedient sein.

Ich habe mich schließlich nach längerem Überlegen dazu entschlossen, mir einen EU-3DS zu kaufen, da ich nun wirklich nicht ständig mit dem Handheld spiele und der Großteil der Spiele, die ich unterwegs zocken möchte, aller Voraussicht nach auch im Westen erscheinen wird. RPGs, wie z.B. das bereits angekündigte Tales of the Abyss, spiele ich ohnehin nur äußerst selten auf einem Handheld. Darüber hinaus sollte man sich bereits jetzt schon hinsichtlich einer Geräte-Revision à la DS Lite Gedanken machen, weshalb die Anschaffung eines europäischen Systems, das man dann später, wenn man es gegen die neue Version austauschen möchte, problemlos an Jedermann bei Ebay verkaufen kann, natürlich Vorteile mit sich bringt.

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Play-Asia hat mich lieb!

December 17th, 2008

Heute ist der offizielle japanische Release-Termin von Fate/unlimited codes für die PS2. Dank einer schnellen UPS-Lieferung von Play-Asia kam das Spiel heute schon bei mir an. ^-^

Bis jetzt macht das Beat’em up einen guten Eindruck; ein Test befindet sich in Arbeit und wird in der nächsten Zeit auf play-japan.de veröffentlicht.

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Sega Saturn style Controller für den PC

September 16th, 2008

Sieh an, was heute für mich im Briefkasten lag…

Vor gut vier Jahren brachte Sega für PC und PS2 Controller im Stile des japanischen Sega Saturn-Controllers auf den Markt. Dieser Controller, welchem immer wieder nachgesagt wird, der beste Controller für 2D Beat’em ups zu sein, erschien damals allerdings nur in Japan und dazu noch in einer sehr geringen Stückzahl. Ich habe lange nach einem Exemplar gesucht und bin erst vor wenigen Wochen fündig geworden. Das Tolle an der ganzen Sache: ich habe gleich zwei Controller für einen in Anbetracht der horrenden Summen, welche heutzutage für diesen Controller geboten werden, lachhaft geringen Preis von knapp 40$ inklusive Versand bekommen.

Mich als alten Saturn-Anhänger, der den Controller schon immer für einen der besten gehalten hat, erfreut dieser Kauf natürlich ganz besonders. ^.^ Bald erscheint hoffentlich Melty Blood: Actress Again für den PC, doch vorher wird nun nochmals ordentlich der Vorgänger Melty Blood: Act Cadenza gezockt.

Los geht’s, fight! <3

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Vorerst kein Tales of Vesperia für europäische Gamer

September 5th, 2008

Als gestern durch Play-Asia bekannt wurde, dass auch die englische asia-Version vom neusten Tales of… nicht regionfree ist, wurde, nachdem bereits die japanischen- sowie die US-Versionen des Spiels nicht auf Pal-Konsolen laufen, auch die letzte Hoffnung der RPG-hungrigen Xbox 360-Besitzer in Europa zu nichte gemacht. Die Enttäuschung ist groß, doch das alles war irgendwie zu erwarten. Wir Europäer sollen wieder ordentlich blechen und müssen - was noch viel schlimmer ist - wohl wieder ein gutes halbes Jahr länger auf das Spiel warten.

Die erste Alternative für Xbox 360-Besitzer, das tri-Ace RPG ”Infinite Undiscovery”, erschien heute in Europa und zeigt, wie es eigentlich ablaufen sollte: ein weltweites Release innerhalb von drei Wochen. Warum schafft Namco Bandai soetwas nicht?

Bis dato wurde wie bereits angedeutet als Pal-Release nur ”TBA 2009” angegeben. Dass ein EU-Release bis spätenstens zum Weihnachtsgeschäft 2008 durch die Lokaliserung von Tales of Vesperia nicht möglich ist, halte ich für mehr als unwahrscheinlich. Überhaupt ist es natürlich nicht gerade sinnvoll, das Weihnachtsgeschäft auszulassen. Hoffen wir, dass dies letztlich auch von Namco Bandai so gesehen wird und sich die Japaner doch noch dazu erbarmen, das Spiel innerhalb der nächsten vier Monate hierzulande zu veröffentlichen.

Um nochmal auf die Alternativen für die Xbox 360 zurückzukommen:

Infinite Undiscovery stammt von dem Entwickler, welcher auch schon für das meiner Meinung nach sehr hochwertige ”Valkyrie Profile 2: Silmeria” (PS2) verantwortlich war. Allerdings hat der Titel bisher nur durchschnittliche Bewertungen einfahren können, so dass man hier wohl kein wirklich überzeugendes RPG erwarten kann. Genauer anschauen werde ich mir den Titel dennoch mal.

Mit Square-Enix’ ”The last Remant” wird im November ein weiteres J-RPG für Xbox 360 und PS3 erscheinen. Allerdings spricht mich das Spiel, die bisheringen Informationen und Videos als Grundlage genommen, nicht sehr an. Es ist eher ein Titel, den ich mir zu einem günstigen Preis einige Monate nach dem Release kaufen würde. Aber mal abwarten, wie das Spiel letztendlich wird.

Ein Glück, dass Segas exklusives PS3-RPG ”Valkyria Chronicles” noch dieses Jahr in den USA und Europa erscheinen soll. Nicht nur, dass ich damit endlich einen Kaufgrund für die PS3 habe, nein, im Falle von VC kann man aufgrund der bisher herausragenden Wertungen und Impressionen der bereits erschienenen japanischen Version von einem absoluten Highlight im RPG-Sektor ausgehen. Somit wird das Warten auf Tales of Vesperia doch nicht ganz so schwierig. ^^

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Saikano - The last Love Song on this little Planet

August 12th, 2008

Nachdem ich heute die letzte Folge von Saikano (最終兵器彼女) gesehen habe, muss ich einfach etwas zu diesem Anime niederschreiben.

Saikano erzählt die Liebesgeschichte von Shuji und Chise, zwei zu Beginn scheinbar gewöhnlichen Schülern, die sich schon seit ihrer Kindheit kennen. Kurz nach dem Anbruch der Liebesbeziehung stellt Shuji mehr oder weniger durch Zufall fest, dass seine Freundin eine Art Spezialwaffe des Militärs ist und im Krieg eingesetzt wird. Was nun beginnt, ist ein Liebesdrama mit lauter Höhen und Tiefen. Dem ist jedoch noch nicht genug, denn das Ganze ist in ein schreckliches Endzeitszenario eingebettet. Dieses für Genvertreter eher ungewöhnliche Szenario hebt Saikano von anderen Liebestragödien ab. Tränen fließen hier nicht nur innerhalb der eigentlichen Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptcharakteren, sondern auch überall sonst in der Welt von Saikano. Der Anime ist was die Darstellung von Ableben und Gewalt angeht alles andere als zurückhaltend und hat mich an einigen Stellen unerwartet schockiert. Was zu Beginn noch wie eine fröhliche Liebesgeschichte aussieht, endet mit Tränen, Trauer und Zerstörung.

Saikano zählt ganz klar zu den besten Tragödien, die ich jemals im Bereich Anime gesehen habe. Die ungewöhnliche Geschichte, in welcher immer wieder die durch völlig unterschiedliche Partner hervorgerufene Frage nach dem Zusammenhalt innerhalb einer Liebesbeziehung auftaucht, ist sehr mitreißened und berührte mich an vielen Stellen. Was den Zeichenstil angeht, so ist die Serie anfänglich recht gewöhnungsbedürftig, doch alles andere als schlecht geraten. Zudem besitzt der Stil des Animes im Gegensatz zu vielen anderen Anime-Serien einen hohen Wiedererkennungswert, was bei mir durchaus positiv anschlägt.

Ich habe mir vor kurzem mit ”This ugly yet beautiful World (この醜くも美しい世界)” einen Anime mit ähnlicher Episodenzahl angesehen. Auch hier ging es um die Zerstörung der Welt, sowie eine ungewöhnliche Liebe. Im direkten Vergleich kam mir Saikano wesentlich ausgearbeiteter und mit viel mehr Inhalt gefüllt vor. Was in den nur 13 Episoden, über die sich die Tragödie streckt, gezeigt und erzählt wird, ist vorbildlich und wird mich mit Sicherheit dazu verleiten, mir den Anime ein weiteres Mal anzusehen.

Was bleibt nun noch zu sagen? Saikano ist einfach ein klasse Anime mit einer grausamen, aber trotzdem gefühlvollen Geschichte, der es Wert ist gesehen zu werden! Ich kann den Anime eigentlich nur jedem, und damit meine ich auch Leute, die Liebestragödien bis dato eher abgeneigt waren, uneingeschränkt empfehlen. Schaut ihn euch an. ^.~

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E’m~grief~ - Pains of Aspiration

August 7th, 2008

Für mich ist die japanische Band E’m~grief~ ganz klar der Neueinsteiger des bisherigen Musikjahres. Die im Juli erschienene Single ”Eternal Melody” wird von mir nun schon seit einem guten Monat täglich rauf und runter gehört. Das liegt vor allem an der Frische, welche die sich auf der Single befindliche Musik ausstrahlt. Der Mix aus alt bekannten j-rock und j-goth Elementen, welcher einprägsamme Refrains is sich birgt, ist einfach klasse.

Gestern ist in Japan dann die zweite Single mit dem Titel ”Pains of Aspiration” erschienen. Ich war sehr gespannt und wurde letztlich auch nicht enttäuscht: Pains of Aspiration knüpft da an, wo Eternal Melody aufgehört hat. Die Musik wirkt neuartig und ist trotz der nun teils ”kranken” und verstörten Töne einprägsam. Argh, ich liebe die Single jetzt schon! <3

Bleibt nur zu hoffen, dass E’m~grief~ die hohe Qualität ihrer Musik beibehalten können und dann bald auch mal ein Album releasen. Lustig übrigens immer wieder zu sehen, dass Japaner gerne deutsche Begriffe verwenden. Warum ich darauf anspiele?

Schaut sie euch an, die Tracklist von Pains of Aspiration:

01. Pains of aspiration
02. Seelenheil
03. Pains of aspiration (Instrumental)
04. Seelenheil (Instrumental)

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A Tale of two Sisters - die ganze Wahrheit

August 5th, 2008

A Tale of two Sisters ist definitiv ein Film, über welchen man viel nachdenken kann, nein, sogar muss. Die Handlung ist teilweise so verzwickt und voller ”Umwege”, dass man den Film beziehungsweise die Aussageabsicht des Filmes in der Regel nicht gleich versteht. Überdies ist a Tale of two Sisters mein absoluter Lieblingsfilm aus Korea. Jeder Horrorfilm aus Hollywood sieht neben dem Film einfach nur blass aus. Die Story wirkt sehr durchdacht und ist meiner Meinung nach ein wahres Meisterstück der subtilen Horrorgeschichten, sofern man sie denn begriffen hat.
Im nachfolgenden schreibe ich eine Art ’’Komplettlösung’’ zu A Tale of two Sisters nieder. Diese soll allen, die sich den Film angeschaut und nicht komplett verstanden haben, dabei helfen, ihn zu verstehen, so dass sie ihn dann beim zweiten Ansehen in vollen Zügen genießen können.
Alle, die den Film noch nicht gesehen haben, sollten hingegen an dieser Stelle aufhören weiterzulesen und sich schleunigst die DVD besorgen.

Ich fasse mich so kurz wie möglich:
Der Film beginnt in einer ”Heilanstalt” und der Zuschauer sieht, wie Su-mi mit einem Arzt spricht. In dieser Szene wird deutlich, dass mit dem Mädchen etwas nicht stimmt, denn Su-mi wirkt verstört, so dass der Arzt sie immer wieder auffordern muss, ihm doch über das Geschehene zu berichten. Kurze Zeit später befindet sich Su-mi in einem Auto, sie durfte die Heilanstalt verlassen und wird von ihrem Vater abgeholt um von nun an bei ihm zu leben. Gezeigt wird in dieser Szene allerdings nicht nur Su-mi, sondern auch ihre kleine Schwester Su-yeon, welche sich, wenn man seinen Augen traut, ebenfalls in dem Auto befindet und mit Su-mi zusammen zu ihrem Vater zurückkehrt. Doch Su-yeon existiert in Wirklichkeit nicht mehr, sie entspringt einzig und allein der Fantasie von Su-mi. Dies wird in dieser anfänglichen Szene an der Stelle als Su-mi - und scheinbar auch Su-yeon - aus dem Auto aussteigt deutlich, denn der Vater sagt ”steig aus” und nicht ”steigt aus”. Dass Su-yeon schon lange tot ist wird ja ohnehin am Ende des Filmes mit Hilfe einer Rückblende gezeigt. Darüber hinaus sagt der Vater im späteren Verlauf des Films zu Su-mi, dass ihre Schwester tot sei und sie darüber hinwegkommen solle.
Nun wäre da noch Eun-ju, welche die böse Stiefmutter der beiden Schwestern darstellen soll, in Wirklichkeit aber genau wie Su-yeon nur in Su-mis Gedankenwelt existiert. Eun-ju vergeht sich immer wieder an Su-yeon, sperrt sie beispielsweise in den Schrank ein, schlägt sie und tötet sie am Ende sogar – tote Su-yeon im Sack. Das alles passiert selbstverständlich nur in Su-mis Fantasie, denn Su-yeon ist ja tot und Eun-ju existiert in dieser Form ebenfalls gar nicht. Doch was soll dies bedeuten? Ich bin der Meinung, dass Su-mi die böse Eun-ju dazu benutzt um ihre kleine Schwester vor etwas beschützen zu können, denn wie sich im Laufe des Filmes zeigt, hängt Su-mi sehr an ihrer verstorbenen Schwester. Sie liebte ihre Su-yeon über alles - eine Szene zeigt ja auch die Geschwisterliebe - und verkraftet ihren Tod ganz einfach nicht. Schuldgefühle und Verzweiflung überennen sie, darum wird Eun-ju - die ja damals im Haus war und mit angesehen hat, wie Su-yeon unter dem Schrank eingeklemmt gestorben ist, auch so böse und gefühlslos dargestellt. Im tiefsten Inneren gibt Su-mi Eun-ju die Schuld, denn wenn sie nicht gewesen wäre - Affaire mit dem Vater, hätte sich ihre Mutter nie im Schrank erhängt und ihre Schwester wäre daher auch nicht vom Schrank erschlagen worden. Des Weiteren gibt Su-mi sich selbst ebenfalls Schuld an dem Tod ihrer Schwester: Sie wollte Su-yeon immer beschützen, doch als Su-yeon sie einmal wirklich brauchte, da war sie nicht da, nein, sie hat sich ja lieber mit Eun-ju gestritten und ist im Trotz nach draußen gegangen - darum wird Su-mi auch manchmal als die böse Eun-ju dargestellt beziehungsweise darum haben die beiden auch an ein und demselben Tag ihre Periode. Su-mi versucht also ihre Vergangenheit - Tod von Mutter und Schwester - zu bewältigen, schafft dies aber nicht - was teilweise auch an dem Haus liegt, denn dort hat sich damals schließlich alles abgespielt - und holt sich ihre Schwester deswegen in Form einer imaginären Gestalt zurück, um diese nun endlich dem Bösen - Eun-ju, welche ja in der Geschichte wie bereits erwähnt ebenfalls nur imaginär ist - zu beschützen.
Wenn man dem Regisseur Glauben schenkt, dann sind sowohl die tote Su-yeon als auch die Mutter Geister, in dem Fall also Geister, welche nur von Su-mi wahrgenommen werden. Geister also, die aus Su-mis Gedankenwelt entspringen? Geister die durch Selbsthass und einer tragischen Vergangenheit erschaffen wurden? Geister die Su-mi verfolgen, da sie einfach nicht über das Geschehene hinwegkommt und ständig darüber nachdenkt? Dass Su-yeon und die Mutter in dem Haus nicht nur in Su-mis Fantasie, sondern als Geister, welche nur von Su-mi gesehen werden existieren, würde jedenfalls erklären, warum sich zum Beispiel manche Dinge von selbst einschalten beziehungsweise bewegen.
Am Todestag von Su-yeon waren ja auch der Onkel und seine Freundin im oder besser gesagt am Haus. Dies erklärt die Szene beim Essen, in welcher die Freundin des Onkels eine Art Epilepsieanfall bekommt, zu Boden stürzt und dabei einen ”Geist” unter dem Tisch sieht. Die Beiden hatten die Sache im Gegensatz zu Su-mi längst verdrängt, sich also damit abgefunden - was ihre Reaktion auf Eun-jus Gerede am Tisch verdeutlicht, sie scheinen sich jedenfalls nicht mehr daran zu erinnern oder besser gesagt erinnern zu wollen. Ich gehe mal davon aus, dass die Frau des Onkels, welche ja genau wie Su-mi und Eun-ju damals den Schrei der sterbenden Su-yeon gehört hat, an der Stelle wo sie den Anfall bekommt, wieder an die Dinge der Vergangenheit erinnert wird.  Darum sieht sie kurze Zeit später auch den Geist.
Das war es soweit. Ich hoffe, dass euch meine Gedankengänge dabei helfen konnten, den Film besser zu verstehen. ^^

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Einleitung

August 4th, 2008

Herzlich Willkommen

Ich denke, dass es zunächst einmal ein wenig Aufklärung bedarf.
Dieses Blog stellt eine Art Erweiterung zu play-japan.de dar, weswegen es auch auf der Seite verlinkt wurde. Hier geht es jedoch nicht in erster Linie um ausführliche Tests von Videospielen aus Japan, sondern um alles, was mit Japan und Asien im Allgemeinen zu tun hat. Ich stehe nämlich nicht nur auf freakige Importspiele, sondern auch auf aus Asien stammende Filme, Anime, Musik sowie die dortige Kultur. Aus diesem Grund werde ich das Blog nutzen, um über eben diese Dinge zu berichten. Doch keine Panik: auch Videospiele werden nicht zu kurz kommen. Ihr dürft euch also auf etliche Ersteindrücke, Bilder, Kolumnen und Neuigkeiten von diversen Importspielen aus Japan freuen. Sobald ich eine neue Lieferung von zum Beispiel play-asia bekomme, werde ich hier sofort Bericht erstatten. ^0^

Das Blog wird also über die eigentliche Thematik von PJ hinausgehen und versuchen, die Leser über Spiele, Filme, Anime, Musik und alles, was es sonst noch so aus Japan gibt, zu informieren. Natürlich basiert alles, was hier geschrieben steht auf meiner subjektiven Meinung. Ich werde zwar versuchen, möglichst objektiv zu berichten, aber verzeiht mir bitte, wenn ich das ein oder andere Mal vielleicht etwas wie ein kleiner Japan-Fanboy klinge. Das möchte ich eigentlich absolut vermeiden, doch, wenn man gerade ein neues Spiel bekommt oder zwei Folgen einer neuen Anime-Serie gesehen hat und dann Ersteindrücke dazu niederschreibt, schwebt man manchmal noch auf Wolke sieben.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen. ^^

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